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Drehbares Haus: Die Zukunft des Bauens?

 

Drehbares Haus

Suite Voillard, Quelle : www.worldarchitecturefestival.com

Besondere Immobilien? Zweifellos fällt ein drehbares Haus in diesen Bereich. Ob aus energetischen Gründen oder weil es einfach aussergewöhnlich ist: Drehbare Häuser machen Sinn. In wenigen Jahren sollen sie in Dubai sogar als Wolkenkratzer in den Himmel wachsen. Der Immopulse Blog wirft einen Blick in die Zukunft des Bauens.

Man kennt drehende Gebäude vor allem von Restaurants in den Bergen, die sich innert einer Stunde um 360 Grad drehen und so den Blick von jedem Platz auf das gesamte Panorama freigeben. Was vor Jahren unter privaten Hausbesitzern noch Bastlern und Exoten vorbehalten war, kann mittlerweile schon fast von der Stange gekauft werden.

Was die alten Griechen wussten

«In Häuser, die nach Süden blicken, dringt die Sonne im Winter durch die Vorhalle bis in die Wohnräume vor und wärmt sie. Im Sommer jedoch hält das Dach der Vorhalle die Sonne ab und spendet kühlenden Schatten.» Dieses Zitat stammt nicht etwa von einem ökologisch angehauchten Architekten unserer Zeit, sondern vom griechischen Philosophen Sokrates (469-399 v.Ch.) Schon die alten Griechen wussten, wie sie die Sonne zu ihren Gunsten nutzen konnten. Dieses Wissen setzen Architekten immer gezielter ein, um die Sonnenenergie möglichst effizient nutzen zu können.

Drehbares Haus: Der Sonne folgen

In diesen Bereich fallen auch Häuser, die sich um die eigene Achse drehen können und so dem Sonnenverlauf folgen. 1997 baute Heinrich Rinn in Deutschland das erste Drehhaus und entwickelt seither die Idee immer weiter. In die gleiche Kerbe schlägt das Drehaus «Heliotrop» von Rolf Disch. Dieses kommt aber ungleich futuristischer daher, weil dessen drei Stockwerke auf einer zentralen Säule stehen und quasi über dem Boden schweben. Gemeinsam ist diesen Häusern, dass die gesamte Versorgung des Hauses mit Wasser und Elektrizität und die Erschliessung mit einer Treppe über eine zentrale, feststehende Einheit läuft, um die sich das gesamte Gebäude dreht.

Drehbare Wolkenkratzer?

Seit 2001 seht in Brasilien ein elfgeschossiges Haus mit Namen «Suite Vollard», dessen einzelne Geschosse sich drehen. Allerdings bewegt sich nicht das gesamte Gebäude sondern nur bestimmte Teile des Wohnraums. Das heisst, dass die Ausrichtung des Gebäudes in Bezug zur Sonne immer gleichbleibt. Der italienische Architekt David Fisher hat dieses Konzept weiterentwickelt und ging einen gewaltigen Schritt weiter. Er entwarf bereits 2008 einen Wolkenkratzer mit 80 Etagen, bei dem sich jede Etage eigenständig um die eigene Achse drehen kann. Das Gebäude verändert dadurch andauern seine Form. Das Besondere: Das Gebäude wurde so konzipiert, dass die drehenden Einzelteile in einer Fabrik vorgefertigt und vor Ort nur noch auf die zentrale Säule montiert werden müssen. Neben energetischen Vorteilen ergibt sich dadurch auch eine viel kürzere Bauzeit. Entstehen soll dieses Gebäude in Dubai. Der Knackpunkt: Ein Appartement soll satte 30 Millionen Dollar kosten. Dann vielleicht doch lieber das Einfamilienhaus von Heinrich Rinn, das mit Mehrkosten von rund 70'000 Franken im Vergleich zu herkömmlichen Bauten zum Tanzen respektive Drehen gebracht werden kann.

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