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Einbruchschutz – Ausweg aus dem Einbrecherparadies

 

Haus mit PoolEinbruchschutz hat vor allem im Herbst und Winter Hochkonjunktur. Am meisten Einbrüche finden in der Schweiz in den Monaten November und Dezember statt. Man kann sich aber wirksam schützen.

Die Schweiz hat eine der höchsten Einbruchraten Europas und gilt als lohnenswertes Einbruchparadies. Alle acht Minuten wird in der Schweiz eingebrochen. Rund 4000 Einbrüche in private Immobilien ereignen sich laut Bundesamt für Statistik im Sommer pro Monat in der Schweiz. Im November und Dezember steigt diese Zahl auf mehr als 6000. Am meisten Einbruchdelikte werden in Genf (15 pro 1000 Einwohner) und Waadt (15/1000) verübt. Am wenigsten in Appenzell Inneroden (1/1000), Schwyz (3/1000) und Wallis (4/1000). Insgesamt 42'416 Einbrüche wurden laut Kriminalstatistik 2015 gemeldet. Die Einbruchzahlen sind zwar rückläufig, (2014: 52'338, 2013: 56'930). Trotzdem lohnt es sich, dem Thema Einbruchschutz in Wohnung und Haus genügend Beachtung zu schenken.

Einbruchschutz: Schwachstelle Balkontüre

Den Weg durch die Eingangstüre nehmen die Einbrecher bei Einfamilienhäusern nur in 12 Prozent der Einbrüche, in 22 Prozent bei Wohnungen. Die Fenster dienen in 35 respektive 27 Prozent der Fälle zum Einstieg. Laut Schweizerischer Kriminalprävention SKP ist der grösste Schwachpunkt in Wohnungen und Einfamilienhäusern der Balkon und Terrassenbereich. 45 Prozent aller Einbrüche gehen auf diesem Weg über die Bühne. Grund: Erstens sind Terrasse und Balkon meist am besten vor neugierigen Blicken geschützt. Zweitens wird gerade hier oft vergessen, die Türe abzuschliessen.

Sieben Tipps zum Einbruchschutz

Der einfachste ist laut Schweizerische Kriminalprävention auch der wichtigste Tipp, wenn es darum geht, sein Zuhause vor Einbrechern zu schützen: Abschliessen! Die SKP gibt sieben Tipps in Sachen Einbruchschutz:

1. Türen zu! Sie sind immer mit Schlüssel abzuschliessen. Einbrecher beobachten Häuser und Wohnungen oft, um die Gewohnheiten der Bewohner zu erkunden. Eingangstüren sollten Mehrpunktverriegelungen aufweisen, sämtliche Schliessleisten müssen massiv verschraubt und verankert und die Schliesszylinder mit Sicherheitslangschildern geschützt sein.

2. Fenster zu! Fenster und Balkontüren immer schliessen. Für Einbrecher sind gekippte Fenster und Balkontüren wie offene Zugänge als Einladung zu stehlen. Fenster und Balkontüren sollten ebenfalls Mehrpuntkverriegelungen aufweisen. Was oft vergessen wird: Auch Fenster sollten mit Schlüssel abschliessbar sein. Die Kellerfenster wenn möglich mit Gittern sichern und Gitter in Lichtschächten sicher verschrauben.

3. Schätze schützen! Wertsachen gehören in den Tresor oder ins Bankschliessfach. Ein fest im Mauerwerk verankerter Tresor mit Zahlenkombination ist ein Muss, wenn Wertsachen zuhause aufbewahrt werden. Wertgegenstände, die man nur selten benötigt, sollten ins Bankschliessfach.

4. Augen auf! Der gute alte Türspion ist immer hilfreich, um zu verhindern, dass man unerwünschten Besuchern die Tür aufmacht. Videoüberwachungen hingegen verhindern kaum Einbrüche, eine gute Nachbarschaft, die mit wachem Auge beobachtet, hingegen schon. Vor allem bei Ferienabwesenheit ist dies der beste Schutz.

5. Licht an! Viele Einbrüche geschehen in der Dämmerung. Bei Abwesenheit helfen unregelmässig programmierte Zeitschaltuhren, Einbrecher fernzuhalten. Bewegungsmelder mit Licht im Aussenbereich können ebenfalls abschreckend wirken.

6. Alarm an! Eine Alarmanlage ist aber nur so gut wie der Plan, was passieren soll, wenn der Alarm angeht. Ist es ein lautes Signal, das nur die Nachbarn nervt oder ein stiller Alarm? Trotz günstiger Alarmanlagen in Baumärkten: Ein Experte spart mit seinem Rat Kosten und Ärger!

7. Experten her! Erkundigen Sie sich nach Fachberatungsstellen der Polizei. Oft bieten diese eine kostenlose und professionelle Beratung an. Bei privaten Sicherheitsfirmen sollte man immer mehrere Meinungen und Offerten einholen.

Die Kombination macht’s!

Ob organisatorische, mechanische oder elektronische Massnahmen in Sachen Einbruchschutz: Eine einbruchhemmende Massnahme für sich bietet keinen Schutz. Nur wenn Einbrecher mehrere, zum Teil unbekannte Hürden vorfinden, wird das Risiko für sie zu hoch und sie verzichten auf den Einbruch. Zudem: Offene Türen und Fenster oder Ersatzschlüssel unter dem Blumentopf führen dazu, dass Versicherungen ihre Leistungen reduzieren. Es lohnt sich also, auch mithilfe von Sicherheitsexperten Zeit und Mittel in den Einbruchschutz zu investieren.

Quelle: Bundesamt für Statistik, Schweizerische Kriminalprävention

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