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Immobilie kaufen: Was Konkubinatspaare wissen müssen!

Was ist zu beachten, wenn Sie als Konkubinatspaar eine Immobilie im Gesamteigentum kaufen? Im Vergleich zu verheirateten Paaren sind einige besondere Massnahmen zu treffen.

Welche, weiss der Immopulse Blog.

 

Drei Tatsachen im Voraus: Wenn es um die Haftung für eine gemeinsame Hypothek gegenüber der Bank geht, werden Konkubinatspaare genau gleich behandelt wie Ehepartner: Sie haften in der Regel solidarisch für die Hypothekarschuld (ausser beim Alleineigentum). Zudem müssen sie zur Finanzierung ihres Eigenheims mindestens 20 Prozent des Immobilienwerts aus Eigenmitteln beisteuern. Zur Ermittlung der Tragbarkeit wird ebenfalls das Einkommen beider Partner herangezogen. Wie sieht es aber mit der Verteilung der Eigentumsrechte aus?

Immobilie kaufen mit drei Eigentumsvarianten

Will ein Konkubinatspaar eine Immobilie kaufen, sieht das Recht drei Eigentumsvarianten vor:

  1. Alleineigentum: Einer der Partner wird als alleiniger Eigentümer im Grundbuch eingetragen. Das bedingt aber, dass die gemeinsame Nutzung zum Beispiel in einem Mietvertrag geregelt wird. Der alleinige Eigentümer kann auch jederzeit eigenständig über den Verkauf der Liegenschaft entscheiden, haftet aber nur alleine für die Hypothekarschuld.
  2. Miteigentum: Meistens wird die rechtliche Form des Miteigentums gewählt. Beim Miteigentum kann jeder Partner frei über seinen Anteil verfügen. Die Anteile der Partner werden separat im Grundbuch aufgeführt. Die Variante Miteigentum kommt vor allem zum Tragen, wenn Vorsorgeguthaben der 2. oder 3. Säule genutzt werden. Dies muss pro Partner im Grundbuch eingetragen werden.
  3. Gesamteigentum: Beim Gesamteigentum werden beide Konkubinatspartner zu gleichen Teilen als gleichberechtigte Eigentümer im Grundbuch eingetragen, selbst wenn ein Partner mehr Eigenkapital investiert hat als der andere. Im Gesamteigentum ist man sehr eng aneinander gebunden und kann z.B. nur gemeinsam entscheiden, das gemeinsame Wohneigentum zu verkaufen. Wichtig: Der Bezug von Vorsorgegeldern ist für ein unverheiratetes Paar beim Gesamteigentum nicht möglich.

Immobilie kaufen: Konkubinatsvertrag ist wichtig

Während bei Ehepaaren das Zivilgesetzbuch (ZGB) zahlreiche Bestimmungen zu Rechten und Pflichten enthält, finden sich beim Konkubinat so gut wie keine Regeln. Um Überraschungen und Streitigkeiten mit allfälligen Erben vorzubeugen, müssen ein paar Dinge in einem Konkubinatsvertrag geregelt werden. Folgendes ist vor allem zu beachten:

  • Eigentum: Eigentumsform, Quoten und Stimmrechte beider Partner, Herkunft des eingebrachten Kapitals.
  • Kosten: Genauer Verteilschlüssel für die laufenden Ausgaben im Zusammenhang mit dem Wohneigentum.
  • Trennung: Vorgehensweise und Aufteilung bei allfälliger Trennung.
  • Erbschaft/Testament: Vor allem dieser Bereich muss zusätzlich zum Konkubinatsvertrag separat in einem Testament geregelt werden.

Mögliche Vertragsgegenstände sind auch weitere Bereiche wie Eigentum an Mobiliar, die Erwerbstätigkeit von einem oder von beiden Partnern oder eventuelle Unterhaltspflichten für Kinder.

Risiken zusätzlich absichern

Zusätzliche Risiken wie Erwerbsunfähigkeit durch Unfall oder Krankheit sind ebenfalls abzuklären. Das gilt auch für den Todesfall eines der Partner, z.B. mit einer Todesfallrisikopolice. Empfehlenswert ist auch, abzuklären, inwiefern Altersguthaben der Pensionskasse dem überlebenden Konkubinatspartner zur Verfügung stehen oder nicht. Auf jeden Fall lohnt es sich, in diesen Bereichen professionelle Hilfe und Beratung in Anspruch zu nehmen.

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