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Wohnung kaufen ist günstiger als mieten? Ja, aber…

Bei nach wie vor rekordtiefen Zinsen ist klar: Eine Wohnung kaufen ist meistens viel günstiger, als eine vergleichbare Wohnung zur Miete zu beziehen. Trotzdem bleibt das Eigenheim für viele ein Traum.

Warum das so ist und wie man dies ändern könnte, zeigt der Immopulse Blog.

Die Handelszeitung bringt es auf den Punkt und stellt die Frage: «Mieten oder Wohnung kaufen?» Um dann auch gleich die Antwort zu liefern: «Eine Wohnung zu kaufen, ist wesentlich günstiger, als dasselbe Objekt zu mieten.» Dieser Gedanke ist mit einer der Hauptgründe, wieso die Eigentümerrate in der Schweiz seit 1970 von 31 auf 40 Prozent zugenommen hat.

Wohnung kaufen ist bis zu 30 Prozent günstiger

Der Grund dafür liegt zur Zeit auf der Hand! Die rekordtiefen Hypothekarzinsen sorgen für eine tatsächliche Belastung der Immobilienbesitzer, die beachtlich unter dem Mietniveau vergleichbarer Immobilien liegt. Den Beweis dafür legt die Handelszeitung gleich mehrfach vor.

Erstens zeige der Blick auf Mieten-/Kaufen-Rechner der Banken klar: Wer für eine gehobene 4-Zimmer-Wohnung pro Monat 2’500 Franken Miete bezahlt, kann diese auch locker für 1 Million kaufen. Denn Zinsen, Amortisation, Nebenkosten und Unterhalt schlagen in diesem Fall mit rund 2’047 Franken pro Monat zu Buche. Laut CS Immobilienexperten würde eine vergleichbare Wohnung im Eigentum sogar bis zu 30 Prozent günstiger pro Monat sein als eine gemietete, den Vorteil der Vermögensbildung erst gar nicht mitgerechnet.

Wenn da nicht die Tragbarkeit wäre

Doch trotzdem scheitern viele Kaufwillige an den Kosten eines Immobilienkaufs. Denn die Achillesverse dieser Rechenbeispiele heisst Tragbarkeit. Statt die tatsächlichen Kosten zu rechnen, müssen die Banken eine «Was-wäre-wenn-Rechnung» machen. Sie dürfen laut Gesetzgeber nämlich nicht vom tatsächlichen Zinssatz ausgehen, sondern von einem viel höheren. Denn die Immobilie sollte ja auch noch finanzierbar sein, wenn die Zinsen stark steigen sollten.

Aktuell liegt dieser Tragbarkeitszinssatz bei rund 5 Prozent. Das heisst, dass die eingangs erwähnte 4-Zimmer-Wohnung für 1 Million mit 800'000 Franken Hypotheken nicht, wie aktuell gerechnet, 24'000 Franken sondern rund 60'000 Franken pro Jahr kosten würde. Die Wohnung wäre also nur dann tragbar, wenn mindestens 175'000 Franken Bruttoeinkommen pro Jahr nachgewiesen werden könnten. Diese Tatsache macht Wohneigentum für viele unerreichbar, obwohl sie gut verdienen und sich die tatsächlichen Zinsen locker leisten könnten.

Trotzdem eine Wohnung kaufen

Laut Experten, so die Handelszeitung, gibt es aber verschiedene Möglichkeiten, sich trotz dieser Tragbarkeitsrechnung ein Eigenheim leisten zu können:

  • Erstens: Den Anspruch an die Fläche des Eigenheims runterschrauben. Statt fünf Zimmer können auch vier Zimmer reichen, statt grosszügiges Einfamilienhaus mit Garten tut es auch ein Reihenhaus mit kleinem Vorgarten.
  • Zweitens: Einige Bankinstitute weichen bei bestimmten Voraussetzungen von den 5 Prozent Tragbarkeit ab. Vergleichen und nachfragen lohnt sich.
  • Drittens: Auf der Suche nach Renditen sind auch dank Digitalisierung neue und seriöse Kreditvermittler auf dem Markt, die risikofreudige, private Investoren mit potenziellen Eigenheimbesitzern zusammenbringen, wenn auch zu höheren Zinsen.
  • Viertens: Wer beruflich flexibel ist, kann auf günstigere Immobilienregionen ausweichen. Wer nicht auf eine Wohnung in der Stadt oder in Zentrumsnähe besteht, kann auf dem Land oder in weniger nachgefragten Gegenden sehr viel Geld sparen.

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